Informationen aus dem Rathaus
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Der Markt Roßtal trauert um Herrn Michael Knoll |
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Michael Knoll ist am 05.11.2011, einen Tag vor seinem 87. Geburtstag, im Kreise seiner Familie verstorben. Der gebürtige Roßtaler war 32 Jahre lang, vom 1. September 1955 bis zu seiner Pensionierung am 31. März 1987, der Hausmeister unserer jetzigen Grundschule. Am 18. Februar 1980 konnte er die Urkunde für 25 Jahre treue Dienste beim Markt Roßtal entgegennehmen. Durch seine freundliche, aufgeschlossene Art und seinen liebevollen Umgang mit Kindern wurde er für Generationen von Roßtaler Schülerinnen und Schüler zum Inbegriff ihres Schulhausmeisters. Seine Verbundenheit mit Roßtal bewies er auch durch seinen Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr, den er seit 1947 bis zum Ende des aktiven Dienstalters vorbildlich versah. Als echter Roschtler war er auch mit vielen Vereinen und Organisationen verbunden. Aufgrund seines stets fröhlichen und offenen Umgangs mit Kolleginnen und Kollegen aus dem Rathaus und den Schulen war er auch nach seiner Pensionierung ein gern gesehener Gast im Rathaus und vor allem in seiner Grundschule. Unser Mitgefühl gehört seinen Söhnen Helmut, Reinhard, Michael und Stefan mit ihren Familien sowie den Verwandten und Freunden. Der Markt Roßtal ist Michael Knoll für seine jahrzehntelange fürsorgliche Tätigkeit als Schulhausmeister zu Dank verpflichtet und wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Markt Roßtal |
Martinimarkt 2011
Bei frühlingshaften Temperaturen und strahlendem Sonnenschein konnten die Aussteller am diesjährigen Martinimarkt eine neue Rekordzahl von Besucherinnen und Besucher begrüßen. Tausende von Gästen genossen sowohl am Samstag als auch am Sonntag das einzigartige Flair Roßtals im Oberen und Unteren Markt.
In seinem Grußwort anlässlich der Eröffnung des Gewerbemarktes hat der Präsident des Landesverbandes des Bundes der Selbständigen, Ingolf F. Bauer, das Besondere unseres Martinimarktes ausdrücklich hervorgehoben. Unser Markt ist eben keine reine Gewerbeschau irgendwo in einem Festzelt auf einem Festgelände, sondern ein lebendiger Bestandteil unseres historischen Zentrums. Die Vorsitzende des Gewerbeverbandes, Elke Lavieri, und Erster Bürgermeister Johann Völkl zeigten sich hocherfreut, dass sie zum 20-jährigen Jubiläum der Partnerschaft Thalheim-Roßtal den Ersten Bürgermeister der Stadt Thalheim, René Kühn, mit einer Delegation seines Stadtrates und des Vorsitzenden des Thalheimer Gewerbevereins begrüßen durften.
Die einzigartige Mischung aus Gewerbemarkt, anspruchsvollen Marktständen, Präsentation von „Roßtaler“ Vereinen und Organisationen in ihren Buden oder auf der Sozialmesse trifft genau den Geschmack des Publikums aus der gesamten Region. Ergänzt wird dieses Angebot alljährlich durch kulturelle Attraktionen. Sei es der Auftakt mit Kleinkunst durch das Roschtler Kulturzelt am Donnerstag, der neue mittlerweile vierte Kalender »Das alte Roßtal« des »Runden Tisch Kultur« oder der alljährliche Höhepunkt, das Konzert in der St.-Laurentius-Kirche am Samstagabend, welches in diesem Jahr von der Evangelischen Kirchengemeinde Roßtal in bewährter, musikalisch anspruchsvoller Form veranstaltet wurde.
Bei der Ankunft des Pulzermärtels am Sonntag war der Marktplatz aufgrund des großen Interesses fast zu klein. In seiner gewohnt souveränen Art hat aber unser „Pelzmärtel“ Erwin Hemmeter, unterstützt von Erstem Bürgermeister Johann Völkl und Zweitem Bürgermeister Anton Engelhard, die Bescherung der Kinder und Jugendlichen mit Martinerli gemeistert.
Mit der Erweiterung des Marktes, auch auf Flächen in der Rathausgasse, wurden die Gäste zu einem kompletten Rundgang um den Oberen Markt animiert, so dass trotz der diesjährigen Rekordzahl der Marktbesuch für jeden Besucher zu einem herbstlichen Vergnügen wurde.
Der herzlichste Dank des Marktes Roßtal gilt auch heuer wieder den Mitgliedern des Gewerbeverbandes, dem Musikzug Roßtal, der BRK Bereitschaft Roßtal, der Freiwilligen Feuerwehr Roßtal mit den First Respondern, den Mitwirkenden der Laternenzüge, den Verantwortlichen in der Grundschule, dem Pulzermärtel, dem Ponyhof Meyer, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Verwaltung und insbesondere im Bauhof, den Ausstellern sowie den vielen Helferinnen und Helfern aus den Roßtaler Vereinen und Organisationen. Ohne deren alljährliche Hilfe und Unterstützung könnte diese größte und publikumswirksamste Gemeinschaftsveranstaltung im Markt Roßtal nicht stattfinden.
Dorf- und Flurneuordnung
Die seit längerem angedachte Dorf- und Flurentwicklung für Roßtal und die südlichen Ortsteile hat nun erste konkrete Formen angenommen. Bei einem Grundseminar an der Schule für Dorf- und Flurentwicklung im oberfränkischen Klosterlangheim (bei Lichtenfels) entwickelten 26 Bewohner des Kernortes Roßtal, vor allem aber aus den Ortsteilen Weitersdorf, Oedenreuth, Kastenreuth und Trettendorf erste Überlegungen zu möglichen Entwicklungszielen ihrer Gebiete.

Nach mehreren Informationsveranstaltungen des Verbandes für Ländliche Entwicklung Mittelfranken in Oedenreuth und Roßtal wurde es damit für die Teilnehmer des zweitägigen Seminars, vom Landwirt bis zur Verbandssekretärin, vom Landschaftsgärtner bis zur Friseurin, nun wesentlich konkreter. In Gruppensitzungen, Arbeitskreisen und Diskussionsrunden wurden unter der Leitung von Lothar Winkler vom Amt für ländliche Entwicklung Oberfranken und von Landschaftsarchitekt Sebastian Klebe (Nürnberg) Methoden entwickelt, wie man bei Dorfentwicklung und Flurneuordnung, und damit bei der Gestaltung der Heimat, aktiv mitwirken kann. Mit dabei in Klosterlangheim waren auch die Markträte Hans-Jürgen Bauer und Hans-Günther Fischhaber, sowie an einem Tag auch 1. Bürgermeister Johann Völkl. Auch Ingo Steinbrecher vom Amt für ländliche Entwicklung Mittelfranken und die Landschaftsplanerin Maria Hegemann, die ein mögliches Verfahren in den Ortsteilen begleiten würden, nahmen an dem Seminar teil.
In diesem Grundseminar ging es vorrangig nicht um konkrete Projekte oder gar darum, dass damit eine Flurneuordnung nun bereits beschlossene Sache sei. Ziel des intensiven Arbeitstreffens war vielmehr, dass die Teilnehmer Strukturen für Gruppenarbeit an die Hand bekommen. Als Multiplikatoren sollen sie damit helfen, künftige Arbeitskreise strukturierend zu begleiten.
Aber natürlich war das Treffen nicht nur abstrakt, sondern zugeschnitten auf die besondere Situation in den Ortsteilen. So wurde von den Teilnehmern eine Bestandsaufnahme der Stärken und Schwächen der Ortsteile und der Feldflur erarbeitet. Zudem wurden mögliche Ziele für eine Dorferneuerung und Flurneuordnung im Gebiet diskutiert. Dabei zeigte sich, dass vor allem der Wegebau in den Fluren und Verkehrsprobleme sowie die Gestaltung einiger Ortszentren die wichtigsten Anliegen sind.
Und wie geht es nun weiter? Nachdem es bereits seit einiger Zeit ein Verfahren zur Dorfentwicklung und Flurneuordnung in den nördlichen Ortsteilen rund um Buttendorf gibt, sollen nun die Bewohner der südlichen Ortsteile Weitersdorf, Oedenreuth, Trettendorf, Kastenreuth und Wimpashof sowie des Kernortes Roßtal in einer Bürgerversammlung Anfang nächsten Jahres über die Möglichkeiten der Dorf- und Flurentwicklung informiert werden. Bei dieser Veranstaltung könnten sich dann auch die ersten Arbeitskreise bilden, die sich anschließend konkrete Projekte vornehmen. Natürlich immer begleitet von professionellen Helfern.
